Einleitung II

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Im Folgenden möchte ich genannte Methoden aus Sicht des Kindes beschreiben.

Mögen eingesetzte Medikamente medizinisch notwendig sein, so soll wenigstens der Gedanke einen Moment Beachtung finden, dass sie den Geburtsimpuls eines Babys überschreiben und seine Physiologie verändern. Durch die Einleitung wird die Geburt deutlich verlängert und schmerzintensiviert. Sowohl Mutter als auch Kind sind auf diese extremen Schmerzen nicht ausgelegt.

Aus perinatalpsychologischer Sicht können sich folgende Komplikationen ergeben:

Es ist denkbar, dass ein Kind, das mit Hilfe von wehenfördernden Medikamenten geboren wurde zu einem späteren Zeitpunkt seines Lebens von Suchtmitteln angezogen wird (Drogen, Kaffee, Nervenkitzel jeglicher Art). Nicht selten sind es Persönlichkeiten, die gehetzt wirken, unter Strom stehen, sich vulkanartig präsentieren und ständig neue Herausforderungen suchen, da ihnen dieser Impuls zu Beginn seines Lebens verwehrt wurde. Auch zu beobachten ist, dass ein solches Kind im Verlauf seines Lebens zu einer widerspenstigen Persönlichkeit wird und alles in seinem Tempo macht weil es nicht noch einmal eine Form der Entmündigung erfahren möchte.

Oft stehen triftige Gründe für die Gabe genannter Medikament oder Maßnahmen. Jedoch sollte man sich der Konsequenzen für Mutter und v.a. auch für das Kind, welches nicht selbst entscheiden kann, bewusst sein. Sollte sich in den ersten Monaten oder gar Jahren ein selbstbehinderndes Persönlichkeitsmerkmal zeigen, kann das Kind über die Babytherapie wiedererleben, was geschah, sein Gehirn neue Verknüpfungen schaffen und das Erlebte dadurch loslassen.

Einleitung I

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Unter Einleitung wird das künstliche in Gang bringen der Wehen verstanden.
Diesen Weg wählen Ärzte, im Idealfall gemeinsam mit ihren Patientinnen, wenn
– ein Kind bereits übertragen (> 40. Woche) ist,
– es einen Blasensprung gab, aber keine Wehentätigkeit vorhanden ist (Infektionsgefahr),
– Sie als Schwangere an Diabetes leiden und das Kind für eine normale Geburt zu groß ist,
– ein Kind nicht voll entwickelt ist und die Geburt nicht aus eigener Kraft schaffen könnte,
– die Mutter an Schwangerschaftsvergiftung, einer Nierenerkrankung o.A. leidet,
– eine andauernde Schwangerschaft für Mutter und Kind ernsthafte Komplikationen bedeutet oder
– die Eltern sich um eine Totgeburt sorgen.

Vielfach wünschen Eltern eine Einleitung auch aus nicht medizinischen Gründen. Hierbei wird oft unterschätzt, dass Schmerzen durch die Einleitung als deutlich schlimmer wahrgenommen werden, als Geburtsschmerzen natürlichen Ursprungs.

Folgende stimulierende Methoden gibt es:

1. Gabe von Protaglandin
Hebamme oder Arzt wird dieses Hormon in Form von Tabletten oder Gel im Bereich des Muttermunds einbringen. Die Gabe wird für gewöhnlich wiederholt, bis sich eine Wehentätigkeit einstellt. Unter dem medizinischen Fachpersonal ist eine Überstimulierung der Gebärmutter gefürchtet, die zur Sauerstoffunterversorgung des Kindes oder einem Gebärmutterriss beitragen kann. Kommt es zu dieser ernsten Bedrohung, müssen weitere Medikamente gegeben werden, um das ungeborene Leben zu retten.

2. Eipol-Lösung:
Wird v.a. in der ersten Schwangerschaft und bei Übertragungen eingesetzt. Dabei wird die das Baby umgebende Hülle vom Muttermund gelöst, was neben stimulierend auch sehr unangenehm sein kann und ggf. mehrfach wiederholt werden muss.

3. Oxytocingabe:
Diese Infusion kann als ultima ratio verstanden werden. Zwar beschleunigt sie die Wehentätigkeit, ist aber genauso gefürchtet, da sie Stress für Mutter und Kind bedeuten. Bleibt der gewünschte Effekt aus, wird man wahrscheinlich zu einem Kaiserschnitt raten. Des Weiteren empfinden werdende Mütter die durch Oxytocin herbeigeführten Wehen als deutlich schlimmer denn Natürliche. Auch hier besteht die Gefahr der Überstimulierung.

4. Blasensprengung:
Wird heute weniger als Einleitung denn als Wehenbeschleunigung eingesetzt. Dabei wird eine Art Nadel verwendet, die die Blase zum Reißen bringen soll. Verdeutlichen muss man sich hierbei die Infektionsgefahr für das Baby. Wird diese real, werden Sie mit Antibiotika behandelt.

Perinataltraumata

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Im vorangehenden Beitrag wurden die Hintergründe, die zum Auftreten von (Baby-)Körpersprache führen, beleuchtet.
Mit den folgenden Artikeln möchte ich nun näher auf etwaige Ursachen eingehen.
Chronologisch wird es hierzu folgende Themen geben:
– Reproduktionsmedizin
– Lost Twin Situationen
– Lagebesonderheiten
– Nabelschnurthemen
– Einleitung
– Hilfsmittel unter Geburt
– Kaiserschnittkinder