Philosophie

Ein kleiner Denkanstoß:

Ein Auto besitzt verschiedene Kontrolllampen, die nur dann aufleuchten, wenn irgendeine wichtige Funktion nicht mehr gesetzmäßig funktioniert. Leuchtet nun […] ein Lämpchen während einer Fahrt auf, so sind wir hierüber keineswegs erfreut. Wir fühlen uns […] aufgefordert, unsere Fahrt abzubrechen. Trotz unserer verständlichen Beunruhigung wäre es aber dumm, auf das Lämpchen böse zu sein; schließlich informiert es uns über einen Vorgang, den wir sonst gar nicht so schnell wahrgenommen hätten, da er für uns in einem „unsichtbaren Bereich“ liegt. So nehmen wir nun das Aufleuchten des Lämpchens als Anstoß, einen Automechaniker zu rufen mit dem Ziel, dass nach dessen Intervention das Lämpchen nicht mehr leuchtet und wir ruhig weiterfahren können. Doch wir wären sehr erbost, würde der Mechaniker dieses Ziel verwirklichen, indem er lediglich die Birne des Lämpchens entfernt. Zwar brennt das Lämpchen nun nicht mehr – und das wollten wir eigentlich auch, aber der Weg, der zu diesem Ergebnis führte, ist uns zu vordergründig. Wir halten es für sinnvoller, das Leuchten des Lämpchens überflüssig zu machen, anstatt es am Leuchten zu hindern. Dazu allerdings müsste man den Blick vom Lämpchen lösen und auf dahinterliegende Bereiche richten, um herausfinden zu können, was eigentlich nicht in Ordnung ist. Das Lämpchen wollte durch sein Leuchten ja lediglich hinweisen und uns zum Fragen veranlassen.

(Dethlefsen & Dahlke – Krankheit als Weg 1983)

Was uns in manchen Bereichen völlig klar erscheint, ist uns bei den Symptomen des eigenen Körpers bisweilen schleierhaft. Worauf wollen sie die Aufmerksamkeit richten? Wie können wir gemeinsam wieder Gesundheit herstellen? Mit Ihnen möchte ich hinter die Kulissen Ihrer Beschwerden schauen.