Osteopathie in der Musikermedizin

„Das Hören auf Stimmen, Gegenstimmen und Dissonanzen – die Regeln der Musik spiegeln das Leben selbst.“

Yehoudi Menuhin.

Die Sensibilität, uns selbst und Andere tatsächlich zu hören und in eine konstruktive Beziehung miteinander zu setzen, ist eine tägliche Aufgabe unseres Lebens. Meistens läuft sie unbewusst ab.

Im Bewusstsein, Teil der eigenen Weiterentwicklung und Gesunderhaltung sowie Garant für beruflichen Erfolg, ist die Sensibilität bei Berufsmusikern.

Wer es geschafft hat, von seiner Musik zu leben, ist ein Künstler, wird idealisiert und genießt Bewunderung. Kaum ein Beruf wird jedoch auch so oft missverstanden oder beschönigt.

Partitur

So z.B. die Frage n den Dirigenten Michael Gielen: „Und was machen Sie tagsüber?“ (Gielen 2005).

Mit den Schattenseiten des Musikerdaseins befasst sich das noch sehr junge Forschungsfeld der Musikermedizin. Ärzte, Psychotherapeuten und Physiotherapie nehmen sich den Beschwerden eines Musikers an. Oft an Musikhochschulen angeschlossen.

Bei meiner Recherche traf ich auf Ärzte, die Behandlungen oder Präventivmaßnahmen nach ausführlicher Anamnese und Untersuchung in die Wege leiten, Psychotherapeuten, die mit ihren Klienten Strategien erarbeiten, dem psychischen wie physischen Herausforderungen gerecht zu werden und Physiotherapeuten, die ihren Patienten zu einer ökonomischen Haltung verhelfen und ein spezifisches Trainingskonzept erstellen.

Als klassische Osteopathin sehe ich meine Arbeit als sinnvolle Ergänzung der Musikermedizin. Ich suche in meiner Behandlung nach dem funktionellen Zusammenhang der jeweiligen Symptome einerseits und der seelischen Ursache andererseits.

Klavier

Und doch scheint der Zugang zu diesem medizinischen Sektor steinig.

Entweder liegen die Beweggründe im persönlichen Bereich oder es steht dem Betroffenen (Amateur wie Profi) schlicht kein Informationsmaterial zur Verfügung.

Konkretes Beispiel:
Während meiner unzähligen Stunden als Kind am Klavier, die Finger perfekt eingestellt, das Gewicht optimal verteilt, der Rücken aufgerichtet, empfand ich, wenige Minuten nach Spielbeginn, heftige Schmerzen entlang der Wirbelsäule. Besser lief es während meiner Zeit als Sängerin. Dank klassischen Unterrichts sowie Seminaren der Sprecherziehung. Jedoch strengte dies, trotz gewisser Erfolge, den Stimmapparat sehr an. Rückblickend kann ich heute sage: Durch Behandlung der vorherrschenden Dysfunktionen hätte ich ein besseres Resultat erzielt.

Geige

Wenn ich heute an einem Tag die Geige kaum aus der Hand legen kann, stellen sich natürlich und zwangsläufig durch ihre Un-Ökonomie Überlastungszustände ein. Heute weiß ich, wie und wo ich Hilfe erhalte.

Diesen Gang anderen Musikern im klassischen Bereich, egal ob als Freizeit- oder Profimusiker, zu erleichtern und Gesundheit mit und an Ihrem Instrument zu schaffen, ist mein persönliches Anliegen.

Warum? Musiker sind extremen psychischen wie physischen Belastungen ausgesetzt. Ihre körperliche und geistige, wie seelische Gesundheit verschafft ihnen maximalen Erfolg. Sie sind sensorisch hochsensible Menschen. Ihnen stehe ich mit emotionaler Sensibilität, detektivischem Spürsinn und Hingabe zur Seite. Für Sie nehme ich mir Zeit, erhebe ausführlich Anamnese, untersuche ich Musiker nach Möglichkeit an ihrem Instrument und erörtere mit Ihnen Zusammenhänge.

Denn:

„Der Preis des Erfolgs ist Hingabe, harte Arbeit und unablässiger Einsatz für das, was man erreichen will.“

(Frank Lloyd Wright)