Osteopathie in der Gynäkologie

„Die weibliche Natur ist wie das Meer: Es gibt dem leisesten, schwächstem Drucke nach und trägt doch die schwersten Lasten.“

Rasmus Nielsen

Kaum ein singuläres medizinisches Fach besitzt so viele Facetten wie die Gynäkologie. Angefangen bei der Entstehung weiblichen Lebens, über frühkindliche weibliche Veränderungen, die ihren Gipfel in der Pubertät haben, zum großen und großartigen Wandel, den Frau während der Schwangerschaft erfährt und der Teil des Mutterseins ist, bis hin zu Gesundheitsfragen im Alter.

Motiviert von den Sorgen und Beschwerden einer Frau in jedem Alter, möchte ich Ihnen bei Fragen zur Seite stehen und Sie auf dem Weg in ein gesünderes Leben unterstützen.

In diesem Sektor steht nicht die manualtherapeutische Behandlung z.B. von Kreuzbein, Schambeinfuge oder unterer Wirbelsäule, wo der Schmerz häufig angegeben wird, im Vordergrund; sondern der viszerale Bereich (der durch verminderte Beweglichkeit, Verdauungsstörungen, Menstruation, Wirbelsäulenschäden, Hormontherapien, hormonellen Störungen, Entzündungen, Schwangerschaft, Geburt, Senkungsbeschwerden, Inkontinenz, Myome, Zyklusstörungen, Narben, Wechseljahre uvm.) beeinflusst wird. Er unterliegt, schon rein funktional gesehen, höchsten Belastungen.

Und gerade weil das weibliche Becken mit all seinen Versorgungsstrukturen, hormonellen Einflüssen und gynäkologischen Organen so feinjustiert sein muss, um den alltäglichen Anforderungen gerecht zu werden, erstaunt es immer wieder, wie sanft und dennoch wirkungsvoll die hierbei verwendeten Techniken sind. Vielfach sind diese auf den seit über 30 Jahren praktizierenden französischen Osteopathen Jean – Pierre Barral zurückzuführen. Ihn hat das Time Magazine unter die 100 bedeutendsten Forscher des 20. Jahrhunderts gewählt.

Behandlung einer Schwangeren

Immer wieder führt Frauen der Kinderwunsch in meine Praxis. Hier steht nicht etwa gesund werden im Vordergrund. Vielmehr untersuche und behandle ich diejenigen Regionen im Körper, die das schwächste Glied darstellen, zu viel oder zu wenig Spannung haben und somit eingeschränkt funktionsfähig sind, sprich eine Empfängnis erschweren. Gesagt sei an dieser Stelle, dass die Gründe einer Infertilität zuvor medizinisch abzuklären ist. Ein weiterer Baustein ist die persönliche Arbeit. Fragen medizinischer Natur finden hier ebenso Platz wie Sorgen und Ängste, die dieses Thema beeinflussen können.

Ein Kerngebiet meiner Arbeit beinhaltet das Geburtstrauma. In nahezu sämtlicher Literatur, sei sie inzwischen offen genug für die Betrachtungsweise des Kindes, wird nie erörtert, dass auch für eine Mutter die Geburt ihres Kindes traumatisch sein kann. Wir sehen dieses Ereignis als etwas Positives. Schließlich wird ein Kind geboren. In meiner Praxistätigkeit hat sich gezeigt, dass fast jede Frau die Entbindung, zumindest zeitweise, als sehr angreifend bis traumatisierend empfindet. Um hier Entspannung zu schaffen und Erlebtes zu verarbeiten, setze ich osteopathische und körpertherapeutische Techniken ein.

Einen anderen Stellenwert haben hier psychoemotionale Einflüsse. Ob in Jugend, im Arbeitsleben einer Frau, in der Familie oder als Mutter. Jedes Lebensalter hat seine Herausforderungen. Innere Konflikte erfolgreich zu bewältigen und individuelle Lösungen zu finden, sind mir eine Herzensangelegenheit.

Osteopathie in der Gynäkologie