Krisen willkommen heißen

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Sicher haben Sie beim Lesen dieser Überschrift ein überraschtes Gesicht gemacht, vielleicht auch den Kopf geschüttelt. Warum? Weil Ihr Gehirn beim Sondieren von Informationen erlernte Muster abspult. Sie dienen uns, Selbige zu filtern, zu kategorisieren.
Dieses Verhalten ist für uns überlebenswichtig. Die Schattenseite: Wir geben den Inhalten, die wir als fragwürdig einstufen, für falsch oder gar verrückt halten, keine Chance mehr. Somit nehmen wir uns selbst die Möglichkeit, dazu zu lernen, andere Herangehensweisen zu testen, neue Perspektiven zu erkunden.
In der Folge verstricken wir uns mehr und mehr in unserem trägem, Stein für Stein aufgebauten Weltbild. So lange wir leben, gibt es immer Möglichkeiten und Angebote. Angebote, sich mit uns auseinander zu setzen, über uns hinaus zu wachsen. Wir dürfen frei entscheiden, uns mit dieser Aufgabe auseinander zu setzen oder sie abzulehnen/zu verdrängen. Beides sind berechtigte Wege.
Die Herausforderungen im Leben werden nicht weniger, wenn wir ihnen bewusst entgegen treten. Jedoch findet durch die Beachtung aller Aspekte (körperlich, seelisch und mental) eine Überwindung statt. Dabei geht es nicht um eine Behandlung, die schnellstmöglich alle unliebsamen Symptome wegzaubert, sondern um das tiefe Wissen, daran gewachsen zu sein.
Entschließen wir uns, Themen abzulehnen, wegzuschauen, zu verdrängen, wird es immer wieder Angebote geben, die wir Nutzen können, um doch noch über uns hinauszuwachsen. Lehnen wir weiterhin ab, versiegen diese Möglichkeiten irgendwann, wir verlieren unsere Handlungsfähigkeit. Verwirrung, Aggression und maximale Angst machen sich breit. Wir befinden uns in einer Krise. Das altgriechische Verb `krínein´ bedeutet u.a. trennen, welches vielfach interpretierbar ist. Es trennt sich die Spreu vom Weizen, wir trennen uns von starren Verhaltensmustern, es kommt der Wendepunkt in einer Entwicklung.
Wenn wir offen sind für diese Betrachtungsweise, was ist dann schlecht an Krisen? Genau: Nichts. Sie rütteln uns wach, sie bieten uns neue Herangehensweise, sie schenken uns einen Neubeginn. Wie wir Krisen wahrnehmen, hängt also lediglich von der Betrachtungsweise (oder vom Filter unseres Gehirns) ab.
Sobald wir das verstanden haben, können wir es wagen, andere Denkmuster einmal zu testen und dies wird sich immer lohnen. Krisen sind nie leicht, zu überwinden und kommen nie zur rechten Zeit aber wir dürfen uns freuen: Sie schenken uns, wie bereits erwähnt, einen Neubeginn. Und dessen Gestaltung haben wir selbst in der Hand.
Haben Sie Mut, hegen Sie Neugierde für einen Perspektivwechsel, nehmen Sie sich Auszeiten, schaffen Sie sich ein stabiles Umfeld, setzen Sie sich realistische Ziele, seien Sie ehrlich zu sich selbst und v.a. holen Sie sich Hilfe. Gemeinsam können wir es meistern, denn: `Auch eine schwere Tür hat nur einen kleinen Schlüssel nötig´ (Charles Dickens).

Corona … in eigener Sache und ohne Fakten

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Leider machen sich derzeit durch Über- und bisweilen Fehlinformationen übersteigerte Angst in der Bevölkerung breit.
Dieser kann ich als verantwortungsvolle Therapeutin mit Abstand und Vernunft begegnen.
In Anbetracht dessen, würde ich jedem Patienten raten wollen, in erster Linie Ruhe zu bewahren, für „saubere“ Verhältnisse zu sorgen (im gesundheitvorsorglichen Sinn als auch das Ausmisten von täglichen ToDo’s betreffend) sowie die Zeit zu nutzen, um sich auf sich und die engste Familie zukonzentrieren.
Derzeit überschlagen sich die Ereignisse und die Nachrichten hierüber. Womit keinem gedient ist, ist Panik.
Ich möchte auf die Anweisung des Bundesamtes für Gesundheit hinweisen, dass Gesundheitseinrichtungen jeglicher Art weiterhin geöffnet bleiben.
Schützen Sie sich in erster Linie, bieten Sie, sofern möglich, Anderen Ihre Hilfe in einem von Ihnen gewähltem Maß an, sorgen Sie für Ihr Wohlbefinden und nutzen Sie diese unruhige Zeit, Gewohnheiten zu überdenken und neue „Wege“ zu gehen.
Alles Gute für Sie und bleiben Sie gesund!

Stressregulation

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Stress betrifft Jeden mehr oder weniger. Jeder kennt ihn als beflügelnden Aspekt innerhalb eines Prozesses aber auch als limitierenden Faktor.

Hans Selyes, Vater der Stressforschung, hat die Definition von Stress zusammengefasst:

„Stress ist die Summe aller Adaptionsvorgänge und Reaktionen körperlicher wie psychischer Art, mit denen ein Lebewesen auf seine Umwelt und die von innen und außen kommenden Anforderungen reagiert.“

Stress ist somit ein essentieller Teil unseres Lebens. Er bestimmt unser Handeln, unsere Evolution. Ohne ihn kann es keine Weiterentwicklung geben.

Krankmachend ist er dann, wenn es zwischen Anspannungs- und Entspannungsphasen ein dauerhaftes Missverhältnis gibt. Dies führt nachweislich zu organischen Veränderungen. Dies wurde auch der WHO dargelegt, woraufhin sie chronischen Stress zur größten Gesundheitsgefahr unseres Jahrhunderts erklärt hat.

Durch empathisches Beobachten, Analyse und gleichzeitige Förderung der Gewebeelastizität mittels osteopathischer Techniken, können erlernte Muster überwunden, Stress besser verarbeitet werden und eine der Gesundheit zuträglich Adaption erfolgen.

Wenn Musik weh tut

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Wer sein Instrument viel in der Hand hat, kommt meist irgendwann an seine Grenzen. Die technischen Grundlagen wollen erweitert werden aber der Körper streikt. Je nach Instrument sind Blockierungen oder Verspannungen in der Halswirbelsäule, Schmerzen in der wirbelsäulennahen Muskulatur, Kieferblockaden, Sehnenscheidenentzündungen und Vieles mehr beobachtbar.
Leider gehört auch heute das Fach Musikergesundheit noch nicht flächendeckend zum Lehrplan und als Laienmusiker ist man meist nur mit dem Fachwissen seines eigenen Lehrers vertraut.
Unter Schmerzen spielen viele Profimusiker viele Stunden pro Tag, ohne dass ihre Kollegen auch nur erahnen, dass es dem Pultnachbarn nicht besser ergeht. Warum?
Einerseits möglicherweise aus Konkurrenzdenken, andererseits evtl. auch aus mangelndem Eingeständnis einer Schwäche. Zuletzt droht womöglich eine berufliche Umorientierung weil der bloße Gedanke an das Instrument schon Reaktionen hervorruft.
Was wäre aber wenn wir uns die Schwäche zu Nutze machten? Analysierten woher sie rührt, sie überflüssig machten und mit einem gesünderen Körper und gestärkten Bewusstsein über uns hinaus wachsen könnten?

Begleitung eines schreienden Babies

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Kommen Eltern zur ersten Behandlung, so zeigt sich häufig der gleiche Ablauf:
Das kleine zarte Wesen beginnt unmittelbar, sich zu äußern. Der mächtigste Hebel, den es besitzt, ist das Schreien. Hierauf reagieren Eltern teils mit Verblüffung, teils mit Irritation. In der Qualität ist es ein hochfrequentes, mitunter pressendes Schreien.
Was dies bedeutet und wie Sie als Eltern dem auch in häuslicher Umgebung begegnen können, möchte ich zum Anlass für einige Zeilen nehmen.
Was ist passiert?
Stellen Sie sich vor, sie verstehen eine Sprache bislang wenig oder gar nicht. Sie werden sich emotional auf Ihr Gegenüber einstellen und mit Ihren Augen am Mund des Anderen kleben damit es zu einer Synchronisation kommt und ein kommunikativer Austausch statt finden kann.
Genau so machen es Babys. Befinden sie sich auf der gleichen Frequenz wie ihre Zuhörer, beginnen sie unvermittelt, sich auszudrücken. Dies kann schneller geschehen als uns Erwachsenen manchmal lieb ist. Wenn Sie dies wissen, werden Sie sich wie beim Erlernen einer Sprache verhalten: Sie werden es üben.
Darin möchte ich Sie bestärken.
Je öfter ein Raum zur Entfaltung geschaffen wird desto mehr kann sich Ihr Kind in seiner Sprache mitteilen. Auch wir erzählen unserem Umfeld nur wenn wir uns wohlfühlen und wir das Gefühl von Verstanden werden haben.
Damit dieser Weg gelingen kann, begleite ich alle Familien mehrfach durch diese Situation. Für mehr Sicherheit in den eigenen vier Wänden, werde ich entsprechendes Material bereit halten.

Osteopathie nach Entbindung

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Endlich!
Er ist da: Der kleine große Schatz. Junge, Mädchen, jedes paar Babyaugen bringt in uns ein Meer der Gefühle in Bewegung.
Noch nie konnten wir mit so wenig Schlaf so weit kommen, noch nie waren wir so verzückt. Vergessen der ganze Quälkram.
Vergessen? Nicht wirklich!
Vielleicht in den Hintergrund gerückt. Irgenwann melden sich die alten Zipperlein zurück oder es sind Neue hinzu gekommen.
Die Wirbelsäule hatte schwer zu tragen, der Beckenboden ist überlastet, der Bauch wölbt sich immer noch hervor und der Zyklus ist außer Kontrolle.
Bei den meisten Frauen kommt nach etlichen Monaten das Bedürfnis, sich wieder mehr sich selbst zu widmen. Zeit, für einen osteopathischen Blick auf den veränderten Körper.
Abzuwarten sind wenigstens drei Monate nach Entbindung. Diese sollten dem Körper eingeräumt werden, um selbst wieder zur Ausgangslage zurückzukehren. Sind Beschwerden anhaltend, ist eine unterstützende osteopathische Behandlung sinnvoll.

Kaiserschnitt II

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Im Folgenden geht es nun um die psychische Komponente eines Kaiserschnitts. Ihm wird in der Babytherapie Rechnung getragen.
Im Behandlungsalltag zeigen sich folgende Probleme:

Babys erinnern sich, entgegen der üblichen Meinung, sehr genau an den Moment ihrer Geburt. Diese hat immer positive und negative Aspekte. Überwiegen Letztere, können sich hieraus anfangs flüchtige, spätere immer festere und hinderliche Verhaltensstrukturen entwickeln.
Bei Kaiserschnittenkindern ist oft eine große Wut erkennbar, dass dieser kleine Mensch seiner Geburtserfahrung beraubt wurde, hätte er es, seiner Meinung nach, doch allein geschafft.
Auch können innere Konflikte auftreten. Die Erfahrung im Bauch kann sehr angreifend gewesen sein, so dass ein Kaiserschnitt als Rettung empfunden wird, die Art und Weise desselben aber als eine Art Geiselnahme empfunden wird. Dies trifft v.a. auf Kinder zu, die ein Rettungsthema mit sich tragen.
Zwei Sorten von Angriffen kann ein Baby wahrnehmen: Zum Einen das Eindringen in den eigenen Raum, zum Anderen den körperlichen Angriff. Da es sich in seinen Grenzen beschnitten fühlt, kann oft ein Mangel an Grenzakzeptanz beobachtet werden.
Die sie übermannenden Kräfte können auch als Aufgeben umgesetzt werden, sodass ein Kind sich in alles ihm widerfahrende fügt und wenig eigene Persönlichkeit entwickelt.
Bedingt dadurch, dass ein Kind sich bei dieser Art der Entbindung nicht bewegen muss, fühlen sich viele von ihren Beinen abgeschnitten. Dies hat zur Folge, dass die Gehirnhemisphären sich nicht gut vernetzen, so dass ein Kind erst spät oder gar nicht krabbelt.
Auch benötigte Medikamente, welche es umfluten, müssen von Babys verarbeitet werden. Instinktiv wollen wir Unangenehmes loswerden. So husten sie diese in den darauffolgenden Monaten oft ab. Dies wird als umbilikales Husten bezeichnet. Ein anderes Lösungsmuster ist zu beobachten bei Kindern, die heftig mit den Beinen strampeln oder treten. Hier wird regelrecht die Spannung bzw potentielle Giftstoffe abgearbeitet. Gelegentlich ist eine weitere Strategie zu beobachten: Kinder, die häufig Einnässen, verschieben das Problem Richtung Blase. Selbstverständlich kann es für Letzteres auch diverse andere Gründe geben.

Da es mannigfaltige Möglichkeiten gibt, wo wir uns in einer Situation berührt fühlen, ist diese Aufzählung nur als Auszug zu verstehen. Viele Weitere erlebe ich täglich in meiner Praxis. Mit gründlicher Anamnese, Gespräch mit den Eltern und genauester Beobachtung Ihres Kindes, können etwaige behindernde Verhaltensstrategien aufgelöst werden.

Kaiserschnitt I

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Kaiserschnitt,(lat. sectio caesarea) bedeutet die Entbindung eines Kindes mittels Einschnitt der Bauchdecke und der Gebärmutter.
Ursprünglich war diese Operation medizinischen Situationen vorbehalten, in denen ein Kind aus verschiedensten Gründen, nicht über den vaginalen Weg entbunden werden konnte.
Seit etlichen Jahren werden weitaus mehr Kaiserschnitte auf den Wunsch der Eltern ausgeführt. Verhältnismäßig selten sind es heute (laut WHO) medizinische Indikationen.

Beim primären Kaiserschnitt haben die Wehen noch nicht eingesetzt, die Fruchtblase ist intakt, die Geburt hat noch nicht begonnen. Dies ist auch der Fall bei einem Wunschkaiserschnitt. Gründe können sein:
-Lageanomalien
-Erkrankungen von Mutter u/o Kind
-Lebensgefahr
-Kind zu groß für den Durchtritt durch mütterliches Becken

Beim sekundären Kaiserschnitt hat die Geburt bereits begonnen. Angewendet wird er bei
-Stillstand der Geburt
-Kindskopf in ungünstiger Lage
-Sauerstoffunterversorgung/Anstieg der kindlichen Herzaktivität
 
Kommt es ohne oder auch mit o.g. „Startsignalen“ zu
-Plazentaablösung
-Gebärmutterriss
-akuter Schwangerschaftsvergiftung oder
-anderen schwerwiegenden Komplikationen,
wird ein sog. Notkaiserschnitt (Notsectio) eingeleitet. Im Vgl. zu o.g. Sectiones, ist Frau binnen weniger Minuten im OP und in Vollnarkose. Hier darf Papa im Gegensatz zur Sectio mit regionaler Betäubung nicht anwesend sein.

Durch den Wegfall geburtsfördernder Wehen, die Mutter und Kind für ihr Zusammenspiel benötigen, durch das Fehlen des Weges durch den Geburtskanal, durch den schnellen Wechsel intra- zu extrauterin können (müssen aber nicht) sich Vielfach werden Komplikationen ergeben. Diese werden mehr und mehr untersucht & diskutiert.
Exemplarisch seien genannt:

– Atemnotsyndrom (Fruchtwasser wird nicht wie bei der vaginalen Geburt aus der Lunge gepresst).
– Mangelnde Ausschüttung von Stresshormonen (werden bei vagianaler Geburt durch die Wehen ausgelöst und unterstützen das Baby auf seinem Weg. Ein Fehlen desselben kann sich ebenso negativ auf die Lungenentfaltung auswirken.)
– Anzeichen einer deutlich höheren Rate an asthmaerkrankten Kindern bei Kaiserschnittgeburt.
– Häufiger sich einstellende Allergien und Infektioskrankheiten (durch den fehlenden Austausch mit mütterlichen Darmbakterien).

Sollte ein Kaiserschnitt medizinisch erforderlich werden -und das ist ohne Zweifel lebensrettend- sollten wir uns aber nicht nur etwaige Komplikationen auf körperlicher Ebene anschauen sondern uns auch emotional in seine Lage versetzen. Siehe hierzu Teil II. Zu lesen ab August.

Hilfsmittel unter Geburt

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Im Folgenden sollen etwaige Hilfsmittel unter Geburt genauer betrachtet werden. Bei folgenden Umständen kommen Saugglocke, Zange oder der Kristellerhandgriff zum Einsatz:

– Unmöglichkeit eines Kaiserschnitts
– Geburtsstillstand
– Kindsgefährdung
– Lageanomalie
– Mütterliche Erschöpfung

Bei Saugglocke und Zange wird zusätzlich ein Dammschnitt erforderlich, um ausreichend Platz für das Instrument zu schaffen. Um die Schmerzen gering zu halten, wird eine weitere medizinische Maßnahme erforderlich: Der Pudendusblock. Hierbei werden die versorgenden Nerven lahmgelegt.

Wir können also jetzt bereits ablesen, dass eine medizinische Intervention meist eine Andere zur Konsequenz hat.

Zurück zu den Hilfsmitteln:

Die Saugglocke

Die Saugglocke wird am Hinterkopf des Kindes angedrückt. Mithilfe einer Pumpe wird ein Unterdruck aufgebaut und die Glocke saugt sich fest. Im Rhythmus der Wehen wird das Kind herausgezogen. Zu bedenken sind dabei die Kräfte, die auf den Kindskopf einwirken. Studien hierfür liefert die Karolinska Universitätsfrauenklinik in Stockholm:
Es zeigte sich, dass Kräfte von mind. 176 Newton
zur Anwendung kamen. Hier eine exemplarische Umrechnung:

1 Newton (Kraft) = 1N ≈ 1/9.81 kg = 0.102 kg = 102 Gramm (Gewicht).
(Quelle: Wikipedia)

Demzufolge dürfte auch schon der geringsten Zug von 176 Newton bereits eine Kraft von 17,952 kg am kindlichen Schädel bedeuten. Somit wird deutlich warum es für das Neugeborenen mit einer Asphyxie, Blutungen im Gehirn, Ringhömatomen, Schädeldeformation und Anfällen verbunden sein kann.

Zwar sind etwaige Deformitäten unter Behandlung rückläufig, jedoch hinterlässt diese Krafteinwirkung sowie Entmachtung des Kindes oft emotionale Spuren.
Was aus medizinischen Gründen erforderlich ist, kann im Anschluss durch Babytherapie und osteopathischen Ansatz begleitet werden.

Die Zangengeburt

Bei einer Zangengeburt legt ein Arzt die Geburtszange löffelförmigen seitlich an den Kopf des Ungeborenen. Während der Wehen wird das Baby durch den Geburtskanal gezogen. Hierbei kann es zu Hautrötungen, Abschürfungen, Nervenlähmungen und Deformitäten kommen.

Der Kristeller-Handgriff

Bei Geburtsstillstand wird oft der sog. Kristeller-Handgriff eingesetzt. Medizinisches Fachpersonal versucht dabei von außen durch die Bauchdecke das Baby mit großem Druck in die richtige Position zu schieben. Wird der Babybauch in der Schwangerschaft von allen Gefahren ferngehalten, so soll dies für Mutter und Kind komplikationslos und psychisch unbedenklich sein? Das scheint ein Widerspruch. Denn der starke Druck auf den Oberbauch ist für Frauen nicht nur schmerzhaft: Bei falscher Durchführung können Komplikationen wie eine Rippenfraktur, eine vorzeitige Ablösung der Plazenta et al auftreten.

Bisweilen lassen sich o.g. Hilfsmittel nicht vermeiden. Sie sollten jedoch mit Bedacht gewählt, den Eltern mit Nutzen UND Gefahren erklärt und dem Baby im Anschluss eine entsprechende Therapie ermöglicht werden.

Einleitung II

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Im Folgenden möchte ich genannte Methoden aus Sicht des Kindes beschreiben.

Mögen eingesetzte Medikamente medizinisch notwendig sein, so soll wenigstens der Gedanke einen Moment Beachtung finden, dass sie den Geburtsimpuls eines Babys überschreiben und seine Physiologie verändern. Durch die Einleitung wird die Geburt deutlich verlängert und schmerzintensiviert. Sowohl Mutter als auch Kind sind auf diese extremen Schmerzen nicht ausgelegt.

Aus perinatalpsychologischer Sicht können sich folgende Komplikationen ergeben:

Es ist denkbar, dass ein Kind, das mit Hilfe von wehenfördernden Medikamenten geboren wurde zu einem späteren Zeitpunkt seines Lebens von Suchtmitteln angezogen wird (Drogen, Kaffee, Nervenkitzel jeglicher Art). Nicht selten sind es Persönlichkeiten, die gehetzt wirken, unter Strom stehen, sich vulkanartig präsentieren und ständig neue Herausforderungen suchen, da ihnen dieser Impuls zu Beginn seines Lebens verwehrt wurde. Auch zu beobachten ist, dass ein solches Kind im Verlauf seines Lebens zu einer widerspenstigen Persönlichkeit wird und alles in seinem Tempo macht weil es nicht noch einmal eine Form der Entmündigung erfahren möchte.

Oft stehen triftige Gründe für die Gabe genannter Medikament oder Maßnahmen. Jedoch sollte man sich der Konsequenzen für Mutter und v.a. auch für das Kind, welches nicht selbst entscheiden kann, bewusst sein. Sollte sich in den ersten Monaten oder gar Jahren ein selbstbehinderndes Persönlichkeitsmerkmal zeigen, kann das Kind über die Babytherapie wiedererleben, was geschah, sein Gehirn neue Verknüpfungen schaffen und das Erlebte dadurch loslassen.