Lagebesonderheiten

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Welches ist die durchschnittliche Lage eines Kindes im Bauch seiner Mutter zum Geburtszeitpunkt?

Optimalerweise mit dem Kopf nach unten (Längs- bzw. Schädellage). Dabei wird immer die Längsachse des Kindes zur der der Mutter benannt. Glücklicherweise sind fast alle Geburten Längs- bzw. Schädellagen.

Würde der Po des Babies zuerst geboren, spricht man von Beckenend- oder Steißlage.
Bei reinen Steißlagen sind die Beine an den Körper geschlagen und der Po geht voran. Bei der Steiß-Fußlage hat Baby die Beine angewinkelt und bei der  Knie-/Fußlage sieht es aus, als würde das Baby in der Gebärmutter knien oder stehen.
Eine Beckenendlage kann folgende Ursache haben:
– Mehrlingsschwangerschaften
– Verengtes Becken der Mutter treten
– Polyhydramnion
– Hydrozephalus
– Placenta praevia
– Uterusnyomen uvm.

Leider ist dies mit einem gewissen Risiko für Mutter und Kind verbunden. Nicht zuletzt spielen auch Ängste nicht nur der werdenden Eltern sondern auch der behandelnden Ärzte eine wesentliche Rolle. Unter Anderem deshalb mündet eine solche Geburt oft in einem Kaiserschnitt.

Bei der Querlage liegt das Kind quer in der Gebärmutter, die kindliche Wirbelsäule steht im rechten Winkel zur mütterlichen Wirbelsäule. Dies ist eine geburtsunmögliche Lage – ein Kaiserschnitt  muss erfolgen.

Osteopathisch können Lageanomalien bis maximal zum vollendeten 7. Monat behandelt werden. Anschließend spricht die Größe des Kindes gegen eine Therapie. Klar abzugrenzen ist sie von einer manuellen Wende, wie sie in vielen Krankenhäusern unter Einsatz leichter Beruhigungsmittel durchgeführt wird. Hierbei wird das Kind, wider seiner Natur, in eine „gute“ Position gedrückt. Da jedoch auch jede Lageanomalie ihre Gründe hat, ist der osteopathische Ansatz ein völlig Anderer: Hier wird dem umgebenden Gewebe die Spannung genommen, das Kind nicht gezwungen, eine unpassende Stellung einzunehmen. Ist die Spannung genommen, kann das Kind selbst die neue Position einnehmen.
Denn: Babies sind sehr sensibel für die Einwirkungen von Außen auf es selbst. So kommt es häufig vor, dass es nach manueller Wende extrem wütend im Verlauf seines frühen Lebens ist nachdem ein solcher Eingriff stattgefunden hat. Dies kann sich zu einer selbstbehindernden Charaktereigenschaft im ganzen Leben auswachsen.

In der Perinatalpsychologie gibt es noch andere Ursachen für Lageanomalien:
– Es erhält die für ’seine‘ Geburt benötigten Kontaktstellen an den Rippen der Mutter.
– Orientierungslosigkeit, die es zum mütterlichen Herzen ausrichtet.
– Ausrichtung zum Ort der Herkunft.

Was kann Mama tun? Die Position anzuerkennen, beruhigt den Dialog mit dem Ungeborenen. „Es wäre anders einfacher aber wir schaffen es auch so.“ Wenn Mutter und Kind zusammen arbeiten, ist eine starke Basis gegeben.

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