Perinataltrauma II

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Lost Twin – Verlorener Zwilling

Alles andere als selten, leiden viele von uns ihr Leben lang an selbstbehindernden Verhaltensmustern oder physischen Beschwerden, die sie nicht erklären können. Sie fühlen sich missverstanden und allein gelassen weil ihnen scheinbar niemand helfen kann.
Nachstehende Liste ist nur eine kleine Auswahl hierfür:

Schuldgefühle
– Durchsetzungsschwierigkeiten
– Einsamkeit
– Depressionen
– Starke Trennungsschwierigkeiten
– Anhaltende Müdigkeit
– Verfolgungsgefühl
– Angst vor Enge
– Todessehnsucht
– Affinität zu Spiegeln/Kuscheltieren
– Bedürfnis, Gegenstände 2x zu kaufen
– Mangelnde Konkurrenzfähigkeit
– Häufige Fernreisen
– Angst vor Berührung
– Theratom (Geschwüre m Haaren/Zähnen)

Ein Teil der Leser wird nun sagen: „Das sind Probleme, die wir alle, zumindest zum Teil, kennen. Das ist wissenschaftlich nicht haltbar und sehr vage.“
Wissen Sie was? Das stimmmt.
Bei nicht Betroffenen kann dieses Thema nichts berühren weil es in uns keine emotionale Verknüpfung hierzu gibt.
Wem unerklärlich Tränen in den Augen stehen, eine große Traurigkeit oder auch Wut übermannt oder sich in den überwiegenden Tatsachen wiederfindet, dessen Intuition wird richtig liegen. Bei der Aufklärung und Überwindung können Körpertherapie oder Aufstellung helfen.

Was bei Erwachsenen lange schlummert, ist bei Babies oft leichter zu erkennen. Glücklicherweise befasst sich auch die Wissenschaft immer mehr mit dem frühen Verlust eines Geschwisterchens im Bauch der Mutter, dem Drama und der Angst dessen, der am Leben bleibt.
Die Zahlen dieses Phänomens schwanken sehr. Man kann derzeit jedoch davon ausgehen, dass ein Drittel bis die Hälfte aller Schwangerschaften als Mehrlingsschwangerschaft begann ehe sich ein Baby von Beiden nicht mehr weiterentwickelt. Dies geschieht in den ersten Tagen und ist damit in keinster Weise für die Mutter wahrnehmbar noch medizinisch nachweisbar.
Diese Geschichte zeigt sich bei Babys häufig
– in einer permanenten Orientierung zu Puppen (v.a. in den ersten Lebensmonaten, in denen einen Kind eigentlich noch keinen Bezug dazu haben kann)
– sie sind wie in einer anderen Welt und weit weg mit der Aufmerksamkeit wenn die Puppe nicht bei ihnen ist
– in großen Verlustängsten, Panik und Schreiattacken wenn Bezugspersonen den Raum verlassen
– dem intensiven Verlangen, den Körperkontakt zu Anderen nicht abreißen zu lassen (z.B.: Hand halten auch im Schlaf)
– häufige Situationen, in denen das Kind nach vorne gerichtet ist, jedoch einen Arm nach hinten streckt damit der zweite Teil von ihm folgen kann
– Furcht oder Aggressivität bei angestarrt Werdens weil es an den toten Körper neben ihm erinnert

Diese Worte sollen keine Furcht verbreiten sondern nur Vertrauen zur eigenen Intuition schaffen und ein Ende jahrelanger Verwirrung ermöglichen.
Denn: Eine Erkenntnis von heute kann die Tochter eines Irrtums von gestern sein. (Marie von Ebner-Eschenbach)

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